Unsere Geschichte
Hier erfährst du, was du schon immer über die Geschichte Österreichs wissen wolltest!
Die Babenberger
Die Babenberger
Über 1000 Jahre ist es her, dass Österreich, damals als "Ostarrîchi" das erste Mal genannt wurde. Damals 996 n. Chr. herrschten die Babenberger, ein Adelsgeschlecht über Ostarrîchi.
Österreich war damals noch gar nicht so groß wie heute, aber die Babenberger waren gute Politiker und haben immer mehr Teile rund um Ostarrîchi besiedelt. Unter den Babenbergern erlebte das Land auch einen großen Wohlstand.
Der letzte Babenberger war Herzog Friedrich II, auch der Streitbare genannt, fiel im Kampf gegen die Ungarn im Jahre 1246. Da er nicht verheiratet war und auch keine Kinder hatte, war die Zeit der Regentschaft der Babenberger vorbei.
Zweihundertsiebzig Jahre (von 976 bis 1246) hatten die Babenberger geherrscht und in dieser Zeit sind viele Städte, Klöster, Schlösser, Burgen, Märkte, Gewerbebetriebe und vieles mehr entstanden.
Die Habsburger
Die Habsburger
Die Fürsten von Österreich wählten gegen den Willen des Böhmischen Königs Ottokar II, den Habsbuger Rudolf zum König von Österreich.
Damit wurde die sechshundertjährige Herrschaft der Habsburger über Österreich eingeleitet. Durch eine schlaue Erbpolitik und Heiratspolitik kamen immer mehr Herzogtümer und Fürstentümer zu Österreich. Österreich wurde immer größer und größer.
Die erste Universität in Österreich wurde 1365 gegründet und der Stephansdom wurde unter dem Herzog Rudolf IV - genannt der Stifter - ausgebaut.
Kaiser Maximilian führte eine einheitliche Steuer und ein Geldwesen ein und die Kunst erlangte einen immer höheren Stellenwert.
Krieg und Aufstände
Krieg und Aufstände
Das friedliche Zusammenleben der Menschen wurde immer wieder durch Kriege und Aufstände bedroht.
So ging es den Bauern nicht immer gut wegen der hohen Abgaben und Steuern und die Bauern versuchten durch Aufstände ihre Situation zu verbessern.
Auch die neue Glaubenslehre von Martin Luther, der Protestantismus, hatte einen "Dreißigjährigen Krieg" (1618-1648) zur Folge.
Osmanen
Osmanen
Auch die Osmanen, die ursprünglich in der heutigen Türkei lebten, versuchten immer wieder ihre Religion, den Islam, zu verbreiten und ihr Land zu vergrößern. Sie überfielen viele Dörfer östlich von Wien und nahmen BewohnerInnen gefangen.
Bei ihren Feldzügen kamen sie sogar zweimal bis nach Wien. So kam es zur 1. Türkenbelagerung 1529 und zur 2. Türkenbelagerung 1683, die aber beide von der Wiener Bevölkerung erfolgreich abgewehrt wurden.
Kaiserin Maria Theresia
Kaiserin Maria Theresia
Maria Theresia war eine ganz besondere Frau. Sie war die einzige Frau, die Österreich je regiert hat. Und das ganze 40 Jahre lang. Nämlich von 1740 bis 1780.
Weil sie keine Brüder hatte, wurde sie als älteste Tochter von Kaiser Karl VI nach dessen Tod zur Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen.
Sie war eine kluge und beliebte Herrscherin und führte 1774 die allgemeine Schulpflicht ein. Sie hatte auch die Folter abgeschafft und den Bauern mehr Rechte zugestanden.
Maria Theresia hatte 16 Kinder und ihr ältester Sohn Joseph II wurde nach ihr Kaiser von Österreich.
Kaiser Franz Joseph I.
Kaiser Franz Joseph I.
Der vorletzte Kaiser von Österreich hieß Franz Joseph I. und war mit Kaiserin Elisabeth "Sisi" verheiratet.
In seiner 70-jähigen Regentschaft wurden viele neue Entwicklungen eingeleitet.
Sein einziger Sohn, Kronprinz Rudolf, beging Selbstmord und so wurde Franz Ferdinand, des Kaisers Neffe, zum Thronfolger ernannt. Das Thronfolgerehepaar besuchte 1914 Sarajevo und wurde ermordet. Daraufhin erklärte Kaiser Franz Joseph I Serbien den Krieg.
1. Weltkrieg
1. Weltkrieg
Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand und seine Frau war Auslöser des 1. Weltkriegs. Damit hatte der 1. Weltkrieg begonnen.
Fast alle Länder Mitteleuropas und sogar die USA waren in diesen Krieg verwickelt. Er brachte großes Leid über die Menschen und als Kaiser Franz Joseph I. 1916 starb wurde sein Großneffe Karl I als Nachfolger eingesetzt.
Kaiser Karl I. war der letzte Kaiser Österreichs. Er regierte gemeinsam mit seiner Frau Zita von 1916 bis 1918 und trat damit die direkte Nachfolge von Kaiser Franz Josef I. an. Nachdem zu dieser Zeit gerade Krieg (der erste Weltkrieg) herrschte, hatte er damit kein leichtes Amt übernommen.
Im November 1918 wurde Kaiser Karl I., der sich sehr für den Frieden einsetzte, schließlich dazu gezwungen, auf sämtliche Regierungsgeschäfte zu verzichten und im März des darauf folgenden Jahres reiste er gemeinsam mit seiner Frau ins Exil in die Schweiz.
Von dort aus versuchte er noch zwei mal seinen Thron in Ungarn zurück zu gewinnen, woraufhin er 1921 auf die portugiesische Insel Madeira verbannt wurde. Dort starb Kaiser Karl I. nach einer schweren Grippeinfektion am 1. April 1922 im Alter von 35 Jahren.
1918 kam es zum Friedenschluss, der 1. Weltkrieg war damit beendet und nur mehr die deutsprachigen Gebiete Österreichs blieben bei Österreich (etwa unser heutiges Staatsgebiet).
1. Republik - Zwischenkriegszeit
1. Republik - Zwischenkriegszeit
Am 12.11.1918, nach der Verzichtserklärung von Kaiser Karl I., wurde in Österreich die Republik Österreich ausgerufen und Dr. Karl Renner wurde Staatskanzler. Die Monarchie und damit die Herrschaft der Habsburger waren zu Ende.
Die Zeit der 1. Republik war nicht einfach, da nach dem verlorenen Krieg viele Menschen ohne Arbeit waren und Hunger litten.
Dann kam auch 1929 eine weltweite Wirtschaftskrise dazu und innerhalb Österreichs kam es immer wieder zu Aufständen und Unruhen.
Auch in Deutschland ging es nach 1920 den Menschen nicht sehr gut. Deshalb glaubten sie nur zu gerne einem Mann, der ihnen versprach für Arbeit und Essen zu sorgen. Sein Name war Adolf Hitler.
2. Weltkrieg
2. Weltkrieg
Adolf Hitler wollte vor allem der mächtigste Mann Europas werden und benutze dazu grausliche Mittel. Alle, die ihn oder seine Partei, die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) nicht unterstützten, wurden verfolgt und getötet. Juden, Ordensleute, politisch Andersdenkende sowie viele KünstlerInnen ließ er einsperren oder in so genannten Konzentrationslagern ermorden.
Millionen von Menschen starben in Österreich zwischen 1938 und 1945 als Adolf Hitler in Österreich an der Macht war.
Als Hitler 1939 auch Polen besetzte kam es zum 2. Weltkrieg.
Dieser war noch viel schlimmer als der 1. Weltkrieg und kostete Millionen von Menschen das Leben. Viele Städte, Häuser und Fabriken wurden rund um die Befreiung Österreichs von den Nationalsozialisten zerstört.
2. Republik
2. Republik
Am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg dann endlich beendet, als die vier alliierten (das heißt so viel wie verbündeten) Truppen aus Frankreich, Großbritannien, UdSSR und USA Österreich befreiten.
Am 25. November 1945 fanden dann wieder die ersten demokratischen und freien Wahlen statt und Österreich wurde wieder eine eigenständische, demokratische Republik.
Die Alliierten Truppen blieben aber noch 10 Jahre in Österreich und kontrollierten die Bundesregierung. Dazu teilten sie das Land in vier Zonen auf.
Ganz selbstständig wurde Österreich am 15. Mai 1955 als der Staatsvertrag zwischen den Alliierten und der österreichischen Bundesregierung unterzeichnet wurde. Seither ist Österreich wieder frei und die 2. Republik ist stabil und Österreich ist ein friedliches und neutrales Land.

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